Gunda: Willkommen zurück zum Indonesien-Podcast, diesmal mit Folge 42 und wir haben ein, ja, wie immer spannendes Thema dabei und zwar sprechen wir heute darüber, wie es ist, als Frau in Indonesien ein eigenes Business zu haben, wie wir das erleben wie wir das auch in unserem Umfeld erleben und ja, da bin ich gespannt, was Katha für Erfahrungen da teilt und wo ich da meinen Senf dazugeben kann.
Vorab vielleicht noch ein kleiner Hinweis wenn ihr Fragen habt, Wünsche, Anregungen schreibt uns sehr gerne, egal zu welchem Thema. Vielleicht machen wir dann auch direkt eine eigene Folge draus oder wir beantworten auf jeden Fall die Frage in den kommenden Folgen. Und ja, ihr könnt uns erreichen einmal über unsere E-Mail, hallo[at]indonesien-podcast.de oder über unseren Instagram-Kanal, das ist eigentlich am zuverlässigsten.
Den managt Katha nämlich um sie schaut da regelmäßig rein genau und wir freuen uns immer wenn wir was hören wir haben auch neulich wieder ein kommentar bekommen stimmt das wollte ich dir auch erzählen kann wieder ein kommentar bei spotify da könnt ihr nämlich auch kommentieren das ist
Katha: siehst du?
Gunda: Ja, ja, kam neu jetzt rein.
Also da könnt ihr auch direkt unter die Folgen falls ihr bei Spotify gerade schaut, einen Kommentar hinterlassen. Und ja, wir freuen uns natürlich über jedes Lebenszeichen.
Katha: Ja man kann überall kommentieren also bei youtube kann man auch kommentieren wenn man uns bei youtube sieht hallo an der stelle grüße an die zuschauer bei youtube
Gunda: Ja.
Katha: so viele, aber ein paar. Und genau, bei Spotify kann man kommentieren und natürlich bei Instagram kann man auch kommentieren Da gab es neulich auch einen Kommentar unter
Gunda: Oh schön. Okay.
Katha: immer schön. Genau, und DMs natürlich auch. Die werden mir leider nicht immer so zuverlässig angezeigt von Instagram, das ist ein bisschen blöd aber ich versuche da immer aktiv drauf zu gehen und zu gucken, um nicht zu verpassen, wenn uns jemand schreibt. Ja, zum Thema der Folge heute genau, eigenes Business in Indonesien.
Ein bisschen eine andere Business-Folge, sonst erzählen wir ja oft, wie das innerhalb eines Businesses funktioniert , jetzt werfe mir mal so ein bisschen Scheinwerferlicht von außen drauf, okay, wie ist es denn hier als Frau dann auch ein Business zu haben, weil ja, wir leben einfach in einer patriarchalen Welt, wo es natürlich im Allgemeinen würde ich jetzt mal sagen, viel üblicher ist, dass jetzt irgendwie vielleicht Ein Mann sein eigenes Unternehmen gründet und irgendwie Gründer ist und ja, als Frau bezeichnet man sich vielleicht nicht so schnell als Gründerin, wie es jetzt ein Mann tun würde, das schmeiße ich jetzt nur mal so rein. Anekdotische Erfahrungen von mir, also weiß ich nicht, ob es Statistisch auch so stimmt, aber ich kann es mir gut vorstellen. ich weiß nicht, wie das dir geht, Gunda, aber was mir sehr schnell aufgefallen ist in Indonesien, vielleicht jetzt erst mal vom Umfeld irgendwie zu sprechen und dann so drauf zu kommen, welche persönlichen Erfahrungen ich mit meinem Business gemacht habe, mir ist schon direkt beim ersten Besuch eigentlich am ersten, ja, in den ersten Tagen, in den Wochen schon aufgefallen, viele Frauen hier auch arbeiten, so sehr selbstverständlich in Jobs, wo man vielleicht in Deutschland eher Männer erwartet oder halt überhaupt, ja, vielleicht sich nicht so… Darauf eingestellt hat, dass es jetzt auch eine Frau sein könnte. Also ich hatte sehr, sehr sehr viele Ärztinnen, also auch wirklich in hohen leitenden Positionen wo es in Deutschland doch wirklich oft auch ein Chefarzt ist. Also waren es hier viele Frauen, was mir auch aufgefallen ist, aufgrund meiner eigenen, ja, ich will jetzt nicht sagen Vorurteile, aber doch vielleicht irgendwie schon, weil beim ersten Besuch hier ist mir natürlich auch aufgefallen, dass es zum Beispiel, ach jetzt auf Bali ist es natürlich nochmal anders aber trotzdem, dass es auch viele Frauen dann mit einem Kopftuch waren, die aber halt in einer sehr sehr hohen Position waren, also im Krankenhaus zum Beispiel oder so oder irgendwo auf Ämtern und sowas was Was ich von Deutschland nicht kenne. Das ist ja leider so. Und vielleicht ist mir deswegen nochmal besonders aufgefallen, dass es eigentlich auch viele Frauen in solchen Positionen gibt. Was mir aber auch aufgefallen ist, ist dass zum Beispiel auch sehr harte anstrengende körperliche Arbeit hier Überdurchschnittlich oft von Frauen gemacht wird.
Also ich sehe zum Beispiel auf den Baustellen eigentlich fast nur Frauen, die diese ganz schweren Steine tragen oder so ganz riesige Körbe voll Erde dann wegtragen. Das sind hier zumindest fast immer Frauen, die das machen. Und was ich auch überraschend fand, weil ich damit einfach nicht gerechnet hätte, wenn, sag mal, in Deutschland sieht man ja dann Ja, jetzt modernere Zeiten doch auch ab und zu mal eine Frau irgendwo auf Baustellen, aber jetzt so diese sehr körperlich schwere Arbeit ist ja meistens dann doch irgendwie eher die, die dann von Männern erledigt wird.
Das ist mir aufgefallen. Und dann bezüglich eigenes Business ist mir dann über die Jahre natürlich auch immer wieder begegnet dass einmal in meinem Umfeld fast alle Frauen arbeiten, also außer die, die jetzt schon vielleicht in Rente sind, aber alle anderen nicht Arbeiten und haben einen Job. Also es gibt eigentlich keine, die ich kenne die Hausfrau ist und nicht zusätzlich noch arbeitet.
Also die sind alle Hausfrauen plus arbeiten dann. Und auch viele davon in dem Sinne mit eigenem Business, dass sie zum Beispiel eben Selbst zu hause kochen und das gekochte essen dann verkaufen irgendwie einen auf dem kleinen markt oder auf einem kleinen stand irgendwo das ist ja in dem sinne auch ein eigenes business ich kenne natürlich aber auch frauen mit größerem eigenen business grafik design büro und solche geschichten in dem in dem In diesem Online-Business, in dieser Online-Business-Bubble gibt es auch dann ja einige Frauen, die ihr eigenes Ding machen und ich habe das Gefühl zumindest so von außen her, dass es jetzt nichts Ungewöhnliches ist.
Weiß ich nicht, wie du erlebt hast, darfst du ja auch gerne mal erzählen.
Gunda: Ja, es ist spannend. Also es ist auf jeden Fall ein bisschen anders, wobei ich sagen muss, dass wir ja nicht auf einer modernen Insel wie Bali leben, sondern dass hier In Ostindonesien ist es ja doch nochmal sehr traditioneller und auch sehr, der Fokus mehr so auf Landwirtschaft und da ist es immer schwierig zu sagen, das ist ein eigenes Business, die Leute haben halt ihr Feld
Katha: Familien-Business dann, ne?
Gunda: da helfen alle mit und da sind es auch oft die Frauen, die da schwere Arbeiten machen, aber da würde ich jetzt, also finde es schwierig da zu sagen, eigenes Business und was ich Auch hier beobachte, so ähnlich wie du das gesagt hast, also ja, sie sind Hausfrauen, das auch ganz viele, auch zum Beispiel…
Im Dorf von meinem Mann auf Java, da sind auch viele Hausfrauen, aber nebenbei verkaufen die dann aus ihrem Fenster heraus irgendwelche Sachen. Also gar nicht mal, dass die irgendwo auf einen Markt gehen oder einen Stand haben, sondern vielleicht haben sie da einen kleinen Kiosk haben da so ein paar Sachen eingekauft und verkaufen die nebenher.
Würde ich aber jetzt auch nicht, also ich weiß nicht, wäre da glaube ich vorsichtig zu sagen, eigenes Business. Eigenes Business das klingt irgendwie immer so ein bisschen… Ernsthaft auch, weil viele machen das jetzt auch nicht, die machen das halt irgendwie so nebenbei, aber das ist, weißt du, wie ich meine, einfach, dass sie was zu tun haben.
Katha: mhm
Gunda: bei meiner Schwiegermama zum Beispiel, da ist es auch was anderes, die macht das seit Jahren, die kocht und die verkauft das auch in ihrem Haus, also die hat eigentlich wie so ein Warung, obwohl das nicht offensichtlich wie ein Warung aussieht aber die Leute im Dorf wissen halt, okay, da gibt es Essen.
Das würde ich dann wieder eher so als Business fast bezeichnen. Ähm Ja und ich habe jetzt aber im gleichen Zug, wo du erzählt hast, fand ich jetzt spannend, habe ich überlegt was sind denn so die typischen Männerberufe hier dann, weil du sagst okay, so jetzt bei uns typisch in Deutschland, das wäre dann so Arzt, Chefarzt und so höhere Positionen Und hier hat es aber schon auch diese typischen Männerberufe, also zum Beispiel als Fahrer, also ich finde sehr wenige Frauen, die irgendwie mal unterwegs sind, ich freue mich jedes Mal, wenn ich mal eine erwische, irgendwie so eine Gojek-Fahrerin oder eine Taxifahrerin, aber es gibt sehr wenige, das ist so typisch männlich würde ich sagen.
Ja Dann was mir halt auch aufgefallen ist in den letzten Jahren, so die Stellung von Polizei und Militär das ist ja auch hier noch sehr gepusht und das ist was sehr Wichtiges und Hochangesehenes, dass da natürlich viele Männer versuchen oder junge Männer vor allem da irgendwie Fuß zu fassen und so mit dem Baustellen und so.
Also ich kenne das schon auch, dass man das ab und zu sieht, aber eher würde ich sagen in den Städten oder so moderne Bereiche Also hier… Hier da arbeitet auf der Baustelle keine Frau, also ja, weiß ich nicht, vielleicht ist das wirklich regionsabhängig ja,
Katha: Ja, auf den Baustellen, die da arbeiten, das sind glaube ich keine Balinesen sondern das sind eben auch Frauen, die gezielt quasi aus anderen, ärmeren Regionen wo es vielleicht auch halt nicht so viel Arbeit gibt, dann kommen und da auch arbeiten. Also genauso wie eigentlich fast alle anderen Arbeiter auf den Baustellen auch sind sind von anderen Inseln Also hier ganz viele von Lombok und Java. Und so ist es meiner Meinung nach auch mit den Frauen. Also die würden vielleicht in ihrem Heimatdorf dann nicht auf der Baustelle arbeiten, aber eben in der Ferne sozusagen, wo sie extra hingehen um da zu arbeiten, da wird das dann gemacht. Und zu dem, was du sagst mit diesem Ernsthaftigkeit des Business, ja, klar, das kenne ich auch, wo das irgendwie so, okay, da wird schon ein bisschen irgendwas nebenher gemacht, aber ich kenne eben auch doch einige, die sagen Wo das wirklich das Business der Frau ist, also mein Mann hat da ein paar Freunde zum Beispiel, die dann auch ja, die dann halt auch sagen, ja zum Beispiel der ist Gotjek-Fahrer und die Frau hat eben das Business, wo sie dann auch was zu essen verkauft und das ist schon klar deklariert als ihr Business und sie hat das da aufgezogen, sie bezahlt da die Miete für diesen Stand, wo sie da ist und so weiter und kümmert sich da drum, auch was eingekauft wird und das heißt dann immer, Wenn irgendwelche großen Sachen sind oder sie zum Beispiel krank ist und da nicht hingehen kann, dann muss er halt einspringen und so und ihr dann helfen in ihrem Business.
Also das wird auch so betitelt. Ja, er muss dann seiner Frau in ihrem Business helfen. Und da kenne ich schon ein paar. Also ich kenne das so und so, so wie du beschreibst, genau. und bei mir selber muss ich sagen, dass das jetzt noch… Nie irgendwie negativ aufgefasst wurde oder ich irgendwie das so gehört habe.
Also im Gegenteil es kommt eigentlich immer die Frage an meinen Mann, was arbeitet denn deine Frau, was macht die? Also es wird vorausgesetzt, dass ich auch arbeite. Also es ist… Und er hält das dann immer relativ vage aber sagt dann eben auch so, ja, ja, die hat da irgendwie so halt ihr eigenes Business und so.
Und das finden alle immer völlig normal. Also da habe ich auch jetzt noch nie irgendwie gehört so, oh was, die Frau muss arbeiten gehen oder irgendwas oder macht da ihr eigenes Ding. Also das habe ich hier noch nie als… Ja, irgendwie Überraschung in den Gesichtern wahrgenommen, sondern immer als so, ah ja, ja, fand ich irgendwie selbstverständlich. Und ich habe auch das Gefühl, dass es in Indonesien auch selbstverständlicher ist, dass man eben sowas in Eigenregie auch aufbaut weil ja doch… meisten Leute nicht so einen klassischen Arbeitsvertrag haben, sondern sich eben selber um irgendwas kümmern müssen, was sie dann zu arbeiten haben. Anders als in Deutschland, wo dann ja oft so, wenn gerade Frauen dann anfangen, ein Online-Business zum Beispiel auch vielleicht neben dem Job herzumachen, dass es ja oft eher so den Eindruck hat von, ah, ähm Das ist ein Hobby oder sowas oder das macht es so ein bisschen aus Spaß nebenbei oder so, was meiner Erfahrung nach oft nicht so ganz ernsthaft gesehen wird und eben meiner Erfahrung nach auch zum Beispiel oft so ist, dass wenn wir jetzt ins Dorf kommen oder so und dann wird auch immer gleich gefragt, ach, musst du heute nicht arbeiten und hast du frei oder wenn ich mal den Laptop mit habe und was arbeiten muss, dann ist auch gleich immer so, ah ja, ja, ja Hier, da und da, da kannst du hin, da bist du ungestört und sowas.
Und wird irgendwie viel ernster genommen, wobei ich in Deutschland oft so das Gefühl habe, dass die Leute so, da haben wir ja auch schon in einer anderen Folge drüber gesprochen, so ach, du bist selbstständig du hast eh immer Zeit und du,
Gunda: Ja.
Katha: ach, ich vergesse ja immer, dass du auch noch arbeiten musst, wenn ich da bin irgendwie und dann nicht Urlaub habe, sondern auch gleichzeitig noch arbeite, wird das oft irgendwie so… Ja, gar nicht mitgedacht, dass ich auch ernsthaft was zu arbeiten habe. Ich glaube, das ist von unterschiedlichen Seiten, gar nicht nur von bestimmten Personen, sondern so im Allgemeinen habe ich schon das Gefühl, dass es hier auch irgendwie ernster genommen wird. Wie erlebst du das?
Gunda: Also ich Er lebt es ähnlich und ich glaube aber auch, dass es viel damit zusammenhängt mit diesem Vorurteil, was es gegen uns Ausländer gibt, dass wir ja sowieso Geld haben und das Geld, das kommt ja irgendwo her, also das ist so mein Eindruck hier und das heißt, es steht gar nicht wie außer Frage dass wir nicht irgendwas irgendwie machen in irgendeinem Büro mit irgendeinem Laptop,
Katha: Okay.
Gunda: ja Geldgeber im Hintergrund so Also so ist halt das Vorurteil, ja gut, sowieso in Indonesien, aber hier halt nochmal sehr extrem bei uns in der Region.
Und da fragen auch die Leute überhaupt nicht, was ich mache. Ich glaube, es hat noch nie einer wirklich gefragt. Also es ist halt eh klar, also mein Mann sagt dann immer, ja, sie hat halt irgendwie Arbeit, ne, so. Aber da fragt keiner wirklich nach halt. Also irgendwas würde ich machen, weil da kommt ja Geld auch irgendwo her.
Also deswegen würde ich sagen, es ist auch nicht ungewöhnlich aber es ist nicht so… So dass die Leute wirklich da nachfragen und genau, was du erzählt hattest dass das anders aufgenommen wird, also ernsthafter aufgenommen wird als in Deutschland, das fand ich jetzt auch spannend, weil das stimmt, also in Deutschland, wie machst du wieder Urlaub vom Urlaub und so Zeug, also sowas hat man ja immer wieder.
Also irgendwo ist da noch mal die Selbstständigkeit. In Deutschland wird schon noch mal auch mit Respekt davon gesprochen. Also bei jemandem der sich selbstständig macht, hat der schon noch mal auch… Ich finde, das bedeutet schon noch mal mehr als jetzt irgendwie hier. Weil wie gesagt, hier kann man ja viel so nebenher machen.
Aber hier auch, wann immer ich sage, oh, ich habe keine Zeit, ich muss arbeiten, oder mein Mann sagt, bitte seid leise oder so was, wenn jetzt gerade irgendjemand da ist, sie muss gerade telefonieren aufnehmen, sonst was. Sie hat gerade zu arbeiten. Dann wird das sehr stark respektiert auch. Also total, da wird dann gar nicht mehr irgendwie drüber diskutiert oder irgendwie, wie du jetzt sagst ach komm und naja.
Also das ist lustig eigentlich, dass das dann gleich sehr, obwohl oft das nicht so seriös genommen wird, weil man ein eigenes Business nebenbei so hat, Aber dann, wenn es jetzt irgendwie heißt, oh nee, sie hat was zu tun, weiß ich auch nicht ob es wieder dieser Ausländerbonus ist, dass sie halt eh dann denken, naja, sie hat halt sowieso irgendwie was zu tun und es kommt viel Geld irgendwo her, das ist halt leider das Vorurteil.
Katha: Ja, gute Frage, ob das dann am Ausländerbonus liegt oder dass es halt, dass die vielleicht auch nicht so genau wissen, was man da macht und das wird dann halt auch irgendwie so… Als besonders wichtig angesehen, eben aus dem Grund, vielleicht wenn jetzt eine Indonesierin da mit einem Laptop dann ankommt und dann da sitzt oder irgendwie ein Telefonat hat, wird das vielleicht auch noch mal ernsthafter genommen, als wenn sie jetzt gerade, ich muss jetzt gerade kochen für das und das. Wobei ich jetzt mitbekommen habe dass wenn da die eben jetzt gerade diese frau von dem freund von meinem mann die ja das eigene business hat wenn die dann irgendwie eine großbestellung hat oder sowas dass sie dann auch alle irgendwie voll so ah nee wir müssen jetzt alle termine also wir wissen jetzt alles absagen was wir haben weil die muss das jetzt machen und dann muss der mann auch helfen und so also das wird dann schon auch sehr ernst genommen also ich habe schon das gefühl dass irgendwie diese äh So ich muss arbeiten, auf der einen Seite wird es ja oft nicht so ernst genommen, wenn man die Indonesier dann so sieht, wie sie dann da arbeiten, hat man ja nicht so das Gefühl, dass sie es so ernst nehmen, aber auf der anderen Seite so, oh ja, ich muss jetzt da und dahin zum Arbeiten oder ich brauche jetzt hier irgendwie Ruhe zum Arbeiten oder so, wird dann vielleicht doch ernster genommen, weil die Leute ja wissen ja, okay, da kommt jetzt das Geld her und Geld ist ja… Wichtig, also ist ja überall wichtig, dass das vielleicht Gute Frage, weiß ich nicht. Schreibt uns gerne eure Erfahrungen dazu, wenn ihr hier schon mal irgendwie mit einem Laptop arbeitend rumsaßt wie ihr das erlebt habt, das ist schon spannend. Würde mich interessieren ob da Leute andere Erfahrungen gemacht haben, dass das vielleicht nicht so ernst genommen wurde oder ob es die gleichen Erfahrungen sind, wie wir haben und die Frage, ob vielleicht, wenn Indonesierinnen uns zuhören, das mag ja auch sein, die sich auch gerne melden ob die das Gefühl haben, das ist nur unser Ausländerbonus oder ob sie das vielleicht ähnlich erleben.
Das wäre sehr, sehr spannend, auf jeden Fall. Also allgemein gesagt kann ich nochmal sagen, dass es jedenfalls hier irgendwie leichter ist, finde ich so, So eine Selbstständigkeit zu starten als in Deutschland, auch ja alleine schon diese ganzen Vorgaben die es gibt. Und weil es eben halt auch nicht als so ein großes Hürden-Ding irgendwie angesehen wird.
In Deutschland dann so, oh, wie selbstständig machen, voll das Risiko und hier blibberblubb und hin und her. In Deutschland ist es das ja irgendwo auch. Und das ist hier irgendwie so ein bisschen… Aber ich habe Gefühl, dass es ein bisschen unbedarfter und irgendwie auch leichter genommen wird, aber auch einem leichter gemacht wird und auch leichter sich anfühlt dadurch.
Gunda: Ja, also mal abgesehen davon, dass es natürlich von der Bürokratie her sehr viel leichter ist, aber auch so im Umfeld ist es halt ganz normal, dass Indonesier irgendwie so ein kleines Side-Business haben. Also selbst wenn sie auch irgendwo angestellt sind, dass sie halt nebenher irgendwas verkaufen oder so.
Diese kleinen Kioske oder ich weiß nicht, also irgendwie Usaha, das ist ja das kleine Business und dann sind auch meistens die ersten Fragen, was man so macht als Business. Also deswegen glaube ich ist da schon mal diese, wie sagt man dann, diese Hürde da Ja, niedriger, weil es viel normaler ist und das ist ja das, was ich vorhin gesagt hatte, in Deutschland, da wird Selbstständigkeit als gleich sowas Großes und oh Gott und Respekt und keine Ahnung und wow und Verantwortung und weiß ich nicht was und das ist schon hier leichter definitiv Ja ja.
Mir ist jetzt aber noch etwas anderes eingefallen, vielleicht einfach nur der Vollständigkeit halber zu erwähnen, weil wir jetzt viel darüber sprechen, dass Frauen sich selbstständig machen und ihr eigenes Business haben. Es ist ja trotzdem nicht ganz uninteressant, dass dennoch die Care-Arbeit normalerweise zusätzlich noch in die Hände der Frauen fällt.
Also es ist jetzt nicht so… Dass wir damit sagen, das ist normal, die Frau hat ihr Business und dann kümmert sich vielleicht der Mann mal um die Kinder und bleibt zu Hause, sondern nein, das ist tatsächlich das traditionelle Rollenbild, ist trotzdem so, dass definitiv die Frau für den Haushalt zuständig ist und für die Kinder und für jegliche andere Care-Arbeit.
Und sie kann aber zusätzlich dann halt, ist es normaler nochmal, dass sie ihr eigenes Ding macht. Aber ja, also das wird, denke ich, schon auch erwartet Von den männern und ist einfach so ja damit wachsen sie auf also der mann ist schon der der irgendwo so der hauptverdiener ist das ist schon eher so traditionell das bild aber es ist auch nicht ungewöhnlich dass die frau eben da noch zusätzlich irgendwas macht ob es jetzt ein ernsthaftes Business ist oder eben nur mal nebenher kekse verkaufen oder so die die gebacken hat ja das ist dann individuell
Katha: Das stimmt, also es gibt auf jeden Fall oft diese Doppelbelastung, aber es ist ja auch das System ja auch so, dass dann ja die Schwiegermutter normalerweise mit im Haushalt auch noch da ist, die natürlich auch dann zuständig ist, wenn sie dann nicht mehr arbeitet, dass sie dann im Haus quasi da die Aufgaben auch mit übernimmt und ich glaube, ich habe das in älteren Folgen schon mal erwähnt dass es tatsächlich im Freundeskreis von meinem Mann so ist, dass Er viele männliche Freunde hat, die zu Hause sind und Haushalt und Kinder machen und deren Frau die Haupterwerbstätige ist.
Also das hatten wir, glaube ich mal in der Folge, gerade fällt mir die Nummer nicht ein, aber wo wir gesagt haben, wie ist es, Alleinverdienerin zu sein, können wir ja auch hier drunter verlinken Ich habe jetzt die Nummer
Gunda: Verlinken wir ja.
Katha: Kopf aber verlinken wir euch. Da habe ich das glaube ich auch schon mal angesprochen, dass es interessanterweise im Freundeskreis von meinem Mann häufiger diese Konstellationen gibt. Also das sind indonesische Paare, da sind keine Ausländer involviert. Ist also vielleicht auch jetzt generationsmäßig noch mal was anderes oder so. Aber traditionell ist es schon natürlich so, dass erwartet wird. Also Frau ist zuständig für Haus, Kinder und gewisse wenn es dann darum geht, in der Dorfgemeinschaft zu kochen oder so, dann kommt darauf an, was gekocht wird, dies oder das. Ob das Frauen oder Männer zuständig ist, aber grundsätzlich nicht In der Allgemeinheit haben sie schon eher noch mal diese Doppelbelastung mit eben der Care-Arbeit und der Hausarbeit auch, natürlich da noch mehr Familienunterstützung dann da ist als in Deutschland. Ja,
Gunda: Ja ja.
Katha: weil es ja eine Business-Folge ist, auch wenn es ein bisschen ein anderer Schwerpunkt ist, habe ich euch natürlich noch einen Business-Quick-Tipp mitgebracht und der reiht sich ganz gut eigentlich auch ein in, Das thema heute wenn es nämlich darum geht okay wie lebe ich jetzt in indonesien und habe da mein eigenes business und es ist vielleicht mal schwieriger oder es kommt nicht so viel geld rein hatten wir ja auch schon mal eine folge wo wir gesagt haben was wir machen können aber da als quicktipp einfach dass man sich vorher schon mal so ziemlich guten finanzplan aufstellt also ein überblick über seine finanzen Und dann auch schon mal schauen kann, okay, was ist denn eben der Minimum-Lifestyle-Umsatz, den ich brauche, also so, jetzt abgesehen von den ganzen Fixkosten, die man hat, aber nicht nur zu gucken, okay, welche Fixkosten habe ich und wo muss ich auf jeden Fall Dinge bezahlen, das hatten wir ja in der anderen Folge damals auch schon gesagt, sondern eben Dass man auch guckt okay welche kosten sind die die ich als erstes streichen kann wo ich als erstes sparen kann also das ist ja auch noch mal weil sie ein anderer blickwinkel wo man dann sagt okay hier kann ich als allererstes einsparen sondern noch mal diese anderen twist zu geben als nur zu gucken wie viel brauche ich denn um meine fixkosten zu decken sondern auch zu wissen okay wenn es mal schlecht läuft kann ich da und da als erstes kürzen und Ja, das ist mein Business-Quick-Tipp für heute. Wir hören uns
Gunda: genau.
Katha: schreibt uns gerne hallo[at]indonesien-podcast.de oder als Kommentar unter den Videos oder Audios auf den Plattformen oder bei Instagram.
Gunda: Wir freuen uns. Bis in zwei Wochen.
Katha: Tschüss!






